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Mittwoch, 21. September 2016

Soliparty für den Infoladen Daneben

Freitag, 07.10.2016
Supamolly (Jessnerstraße 41, Friedrichshain)

Soliparty für den Infoladen Daneben
Den Infoladen (Liebigstr. 34) gibt es seit 1991. Seit 2009 zahlen wir Miete. Sorgt dafür dass es uns weiterhin gibt. We need your money to spread information!

LiveBands:
Wuttke [akustische Handschelle > http://ift.tt/2cZS407]
Zerfetzt [Hardcore Punk > http://ift.tt/2d974WS]

Djanes (infoladen residents): Lila [Querbeet], Testrock [diskursorientiert & tanzbar], K.Atze [Pop,Trash]



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Donnerstag, 15. September 2016

Freitag, 5. August 2016

Hinterhofkino montags im August

Etwas angehalten von den Fisimatenten um die liebe R94 möchten wir unseren Sommer entspannt mit Spielfilmunterhaltung auskosten.

08.8. „Berlin Alexanderplatz“ (’31/WR) von Phil Jutzi
15.8. „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ (’32/WR) von Slatan Dudow
22.8. „Engel aus Eisen“ (’81/BRD) von Thomas Brasche
29.8. „Berlin um die Ecke“ (’65/DDR) von Gerhard Klein

20.30 Einlass 21.00 Beginn

Wir ihr sicherlich der weiteren Vorführung von „Engel aus Eisen“ fiel die erste Vorführung aus. Daher eine weitere Präsentation am 4. Montag. Bitte beachtet, daß in den Räumlichkeiten des XBliebigs FLTIA* Abend ist und somit der Zutritt dieser für CIS-Männer verwehrt ist. Eigene Getränke sind gestattet.

####### english ##########

We only got subtitles on „Kuhle Wampe“. Maybe we can supply a context translation in one corner of the backyard. And please notice that every Monday night in the project room there is FLTIA*-Meet up, so there is no CIS-man allowed inside. You are free to bring your own beverages.

#######################

Hier nochmal die jeweiligen Stressfaktorankündigungen:

Am zweiten Montag zeigt der Infoladen Daneben (im Hinterhof) Alfred Döblin’s „Berlin Alexanderplatz“ (1931) in der Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder. Die Romangestalt Franz Biberkopf kommt aus‘m Bau, zum Alex, zurück zu alten Geflogenheiten und doch nicht ab von der Suche nach einem anständigen Leben im Berlin der 20er Jahre. Beginn 21.00 Uhr.

„Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ (WR 1932).
Cineasten aller Länder,
seid geladen, auch Eintritt frei,
uns‘re Arbeitsfilmklassikerreihe brechen jede ‚lenzerei!
Kino und nicht vergessen,
wer zu laut ist, bitte geht,
beim Knabbern und Fressen, andere nicht vergessen,
bei 71 Minuten Film wird’s auch nicht zu spääät!
(gesungen nach der Melodie des Solidaritätsliedes)

Der Infoladen Daneben ist zurück aus der Pause mit frischen Sommerkino. Im Hinterhof führen wir verschiedene Milieu- und Stadtberlinfilme vor. Beginnen werden wir mit Thomas Brasch’s „Engel aus Eisen“ (BRD 1981). Eine Nacherzählung der Diebesbande um Werner Gladow, die Ende der 40er in Westberlin umtriebig waren und in Friedrichshain lebten. Beginn 21.00 Uhr.

[Die Einleitung in der Mitte..]

Letzlich eine Fiktion über spätere Tage im Sozialismus. „Berlin um die Ecke“ (’65/DDR) von Gerhard Klein. Von der DEFA markig mit den Worten:“Ein Stahlarbeiter eckt wegen seiner Vorliebe für seine Lederjacke und sein Motorrad mit seinem losen Mundwerk immer wieder bei Betriebsfunktionären an.“ beschrieben, von der DDR verboten, weil zu kritisch und unser Abschluß im August. Beginn 21.00 Uhr



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Dienstag, 19. Juli 2016

Na endlich.. Recherche zur AfD Berlin

Es wird Zeit. Zwei Monate vor der Wahl in Berlin gibt es nun auch eine umfassendere Recherche zur Hauptstadt-AfD. Auf antifa-berlin.info gibts das PDF und folgenden Ankündigungstext: „Auch in Berlin will die AfD im September in die Parlamente einziehen. Doch mit wem haben wir es genau zu tun? Die 16seitige Broschüre liefert einen detaillierten Einblick in die Hauptstadt-AfD, Rekrutierungsstrukturen, die Bundesgeschäftsstelle und das konservative Netzwerk hinter Beatrix von Storch. Es wurde alles zusammengetragen was sich im Berliner Landesverband in den letzten drei Jahren und insbesondere in den Monaten nach der Spaltung im Sommer 2015 getan hat….(mehr)

Zu Friedrichshain gibts da nicht so viel:



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Montag, 6. Juni 2016

17. Juni: Identitären-Aufmarsch in Friedrichshain stoppen!

17. Juni: Identitären-Aufmarsch stoppen!
17 Uhr Strausberger Platz

Am 17. Juni 2016 will die neurechte „Identitäre Bewegung“ in Berlin einen europaweit mobilisierten Aufmarsch vom Strausberger Platz zum U-Bhf. Stadtmitte durchführen. Dieser soll Auftakt ihres „Sommers des Widerstandes“ gegen das „EU-Regime“ sein. Sie beziehen sich auf ganz Europa, das sie angeblich befrieden und vor der Geflüchtetenpolitik des „EU-Regimes“ schützen wollen. Mit dem historischen Datum 17. Juni knüpfen sie nahtlos an die Kundgebungen der NPD und ProDeutschland 2012 an gleicher Stelle an. Die Identitären versuchen mit antifeministischen, rassistischen und Islamfeindlichen Aktionen vor allem in Frankreich und Österreich durch scheinbar „hippe“ und coole Aktionen eine weitere Verschiebung nach Rechts in der Gesellschaft zu bewirken. In Verbindungen mit der AfD und der Jungen Alternativen (JA) scheinen sie auch in Deutschland aktiver zu werden.

Die Berliner Idenitären
Eine der ersten Aktion der „Identitären Bewegung Berlin“ war eine Art „Flashmob“ am Brandenburger Tor Anfang 2013. Hier versammelten sich knapp 15 Männer mit Schildern und Fahnen mit dem „Lambda“ Zeichen. Im Sommer 2013 versuchten ca. fünf Aktivist*innen der „Identitären Bewegung“ das „Lambda“ Zeichen auf die Warschauer Brücke zu malen. Dabei wurden sie von Antifas entdeckt und aus Friedrichshain hinaus vertrieben. Im Jahr 2013 wurden immer wieder vereinzelt Aufkleber der „Identitären Bewegung“ in verschiedenen Bezirken Berlins entdeckt. Die „Identitäre Bewegung“ blieb aber vor allem in Deutschland und Berlin ein Internetphänomen.
Im Juni 2015 stürmten ca. sieben Aktivist*innen der „Identitären Bewegung“ ein SPD Bürgerbüro in Oberschöneweide mit einem Banner „Stoppt den großen Austausch“. Es tauchten jetzt auch vermehrt Aufkleber in diesem Bezirk auf. Ebenso nahmen immer wieder Aktivist*innen an den Veranstaltungen von Bärgida teil. Bärgida ist der Berliner Ableger, der rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Demonstrationen in Dresden (Pegida).

Dieser „neue“ Aktivismus ist seit Beginn 2016 in Berlin deutlich spürbar. Schwerpunkt (Aufkleber) ist zur Zeit Steglitz-Zehlendorf. Als hier eine Person Aufkleber der „Identitären Bewegung“ abkratzte, wurde sie von vier „Identitären“ beobachtet und anschließend gejagt. Bei einem ersten Stammtisch der „Identitären Bewegung“ nahmen ca. 20 Personen teil. Im Mai folgten mehrere kleine öffentliche Aktionen dicht hintereinander (eine Spendenrunde für „deutsche Obdachlose“, eine Pfefferspray-Verteil-Aktion an „deutsche“ Frauen, eine Kundgebung vor der türkischen Botschaft, und im Görlitzer Park tauchte ein Graffito auf).
Neben der rassistischen und aktuell geflüchtetenfeindlichen Ideologie profitiert die „Identitäre Bewegung Berlin“ von einer Zunahme eines antimuslimischen Rassismus in der Gesellschaft. Diese Hetze wird seit ein paar Monaten aktiv von der Alternative für Deutschland vorangetrieben und wurde in deren Bundesparteiprogramm festgeschrieben. Ebenso beflügelte die Berliner „Identitären“ das verstärkte und medienwirksame Dürchführen von Aktionen ihres österreichischen Ablegers.

Die „Identitäre Bewegung“ ist insbesondere für die intellektuelle Rechte und vor allem Jugendliche, die aktionsorientiert sind, attraktiv. Sie bekommen Zulauf und Beifall aus dem Milieu der Burschenschaften, deren theoretische Grundannahmen sich gegenseitig beeinflussen. Enge Verbindungen gibt es zur „Bibliothek des Konservatismus“ in Charlottenburg-Wilmersdorf und zur AfD. Darüberhinaus bestehen zahlreiche personelle Überschneidungen zur Jungen Alternativen (JA), der Jugendorganisation der AfD. Anführer der Berliner Indentitären ist beispielsweise Jannik Brämer, der nicht nur im Vorstand der Berliner Jungen Alternative ist, sondern auch noch von der AfD Charlottenburg zum Kandidaten für die Bezirksverordnetenversammlung aufgestellt wurde.

Zusammen mit dem „Berliner Bündnis gegen Rechts“ stellen wir uns aktiv dagegen: unser Berlin ist ein solidarisches! Ein Berlin des Miteinander! Ein Berlin ohne Rassist*innen und Antifeminist*innen! Lasst uns gemeinsam den Rechten der „Identitären Bewegung“ zeigen, was wir von ihnen halten: Patrioten sind Idioten – Identidioten stoppen!



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Dienstag, 19. April 2016

NoAfD-Sticker

Jetzt neu im Infoladen: Die Sticker Kollektion von „Nationalisus ist keine Alternative“ / Berlin ! Solange der Vorrat reicht..



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Donnerstag, 31. März 2016

Zur aktuellen Situation im Nordkiez

Im Januar und besonders vor der Demo am 06.02. haben wir viele Artikel veröffentlicht und versucht Menschen, die nicht im Nordkiez oder in Berlin leben, ein Bild von der aktuellen Situation zu vermitteln. Selbstkritisch müssen wir sagen, dass wir es bis auf den Auswertungsartikel zur Demo, den Texten zur aktuellen Situation der Rigaer 94 und dem Angriff der Bullen auf das Abstand nicht geschafft haben, kontinuierlich über die aktuelle Lage im Friedrichshainer Norden zu berichten. Dieser Artikel soll einen kurzen Einblick in die aktuelle Situation sowie einen Überblick über die letzten Ereignisse geben.

Exakt am Tag des ersten Großangriffs auf die Rigaer 94, den 13.01., schrieb der selbsterwählte Friedrichshainer Innenexperte Tom Schreiber (SPD Köpenick) auf Twitter: Die „Szeneläden“ im PLZ 10247 werden nun durch Anfragen von mir filetiert. Mal sehen, was danach noch übrig bleibt! Am Tag des Angriffs der Bullen auf das Abstand untermauerte er das erneut mit: Nach der Brandschutzverordnung und dem Gaststättenrecht müsste das „#Abstand“ wohl sofort geschlossen werden. Ich bin gespannt. Frage läuft. „ und weiter: Endlich mal ein #Richter, der einen Durchsuchungsbeschluss unterschrieb. So kann es weitergehen. Druck erhöhen. Tatsächlich wurden diese Twitterzeilen kurze Zeit später von Politik und Bullen in die Tat umgesetzt.

So wurde sich durch das Berliner LKA mit Hilfe von 250 Einsatzhundertschaftsbullen und dem Berliner Ordnungsamt am Samstag, den 4.03., Zutritt zu acht linken Läden (Fischladen, Filmrisz, Lauschangriff, Supamolly, Sama-Café, Schmutziges Hobby [RAW-Gelände] + 1 weiterer Laden auf dem RAW-Gelände, Jockels Biergarten [Xberg]) verschafft. In gewohnter Manier wurden während der Aktion komplette Straßenzüge abgesperrt, Leute nicht zu ihren Wohnungen gelassen und der Belagerungsszustand hergestellt. Als Grund für die sogenannte „Begehung“ wurde dieses mal Gewerberecht und eine irgendwann mal gestellte Anfrage vom stellvertrenden Bezirksbürgermeister angegeben. Je nachdem betraten zwischen 7 und 25 Bullen in voller Montur und ohne Kommentar die Läden. Alle Personen sowie die Räume wurden abgefilmt und währenddessen nicht auf Fragen, was das Ganze soll und was die Bullen wollen, reagiert. Erst nachdem alles abgefilmt war, erklärten zwei Bullen in Zivil, sie seien von der Gewerbeüberprüfungsabteilung des LKA. Gefragt wurde nach dem Jugendschutzgesetz, nach Preisen und Preislisten, nach Mitglieder*innenlisten und Vorstandsnamen und nach der „Körperschaft“ des Ladens (Kneipe, Verein, etc.). Es ist eindeutig, dass die Bullen wahllos Fragen stellten, um von ihren umfassenden Filmarbeiten abzulenken. Willkürlich wurden Personen in den Läden kontrolliert und Fragen nach den Gründen der „Begehung“ von den Bullen als zu provokativ eingeordnet. Das Ziel des Berliner LKA ist klar: noch mehr Videomaterial von Räumen und mal wieder mit Hunderten von Bullen den Kiez terrorisieren.

Seitdem ist die Bullenpräsenz im Vergleich zu den letzten Monaten stark zurückgegangen. Vor allem unter der Woche und tagsüber lassen sich vermehrt Streifenwagen statt Wannen blicken. Die vor kurzem veröffentlichten Zahlen zu Personenkontrollen durch eine Anfrage an den Senat von den Piraten sprechen über die Zeit vom 13. Januar bis 29. Februar eine deutliche Sprache. So sollen in dem Zeitraum rund um die Rigaer Straße 1.883 sogenannte Identitätsfeststellungen duchgeführt worden sein.

Die massiven Angriffe auf selbstverwaltete Strukturen in diesem Kiez sind auch auf das Konto von Michael Krömer, Direktor beim Polizeipräsidenten und dienstältester ranghoher Polizeiführer, zurückzuführen. Seit Sommer 2014 hat er wohl den Rigaerkiez als „persönliche Herausforderung“ übernommen. Das Ziel der Berliner Politik: den Kiez befrieden und den Widerstand der Bewohner*innen gegen Gentrifizierung und staatliche Gewalt und für solidarische Strukturen brechen.

Doch an den Befriedungsphantasien werden sich Politik und Bullen noch die Zähne ausbeißen. Während Politiker*innen sich gegenseitig über irgendwelchen Rechtmäßigkeiten zerreißen, arbeiten wir weiter an einer Vernetzung und einem breiteren Austausch in unserem rechtsfreien Raum. So fand am 19.03. erneut eine Kiezversammlung statt und die nächste ist bereits in Planung.

Auch das Wetter geht wieder bergauf und der Dorfplatz (Rigaer / Liebig) und die Straßen des Kiezes füllen sich wieder mehr mit Leben. Es liegt an uns allen, den damit einhergehenden Bullenschikanen etwas entgegenzusetzen und den Nordkiez als das zu erhalten, was er ist: unbeugsam!



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Donnerstag, 7. Januar 2016

Demo am 6.02: Rebellische Strukturen verteidigen, solidarische Kieze schaffen !

Berlin-Friedrichshain im Jahr 2015: Seit November ist es amtlich: der Friedrichshainer Nordkiez ist ein Gefahrengebiet. Die Berliner Autoritäten in Politik und Polizei müssen nach Jahren des unermüdlichen Kampfes endlich ihre Bemühungen aufgeben, die Verhältnisse schön zu reden. Während sie im geförderten Sanierungsgebiet über Jahre erfolgreich versuchten, Investor*innen mit fetten Gewinnversprechen anzulocken, müssen sie nun zugeben, dass die Menschen, die im Nordkiez leben, erbittert Widerstand leisten. Die Konsequenz für die Berliner Politik: Der Kiez wird zum Gefahrengebiet erklärt. Seitdem finden wahllose Personenkontrollen statt, die jederzeit alle treffen können. Den vorläufigen Höhepunkt stellte bisher der Abend des 28.11.15 dar, in der in einer massenhaften Kontrolle 91 Personen kontrolliert, schikaniert, geschlagen und mehrere Personen verhaftet wurden.

Liebig 14: Never Rest in Peace!

Rückblick: Berlin-Friedrichshain im Februar 2011: Am 02.02. räumte eine Armada von über 2500 Bullen aus dem gesamten Bundesgebiet das Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14. 25 Menschen wurden auf die Straße gesetzt und erneut ein Raum des solidarischen Zusammenlebens und des kollektiven Widerstandes zerstört. Die internationalen Proteste gegen die Räumung des 1990 besetzten Projektes und die damit verbundenen direkten Aktionen zeigten, wie wichtig den Menschen ihr Raum und die damit verbundene Utopie eines herrschaftsfreien Lebens waren und sind, denn vergessen ist die Liebig 14 bis heute nicht!

Konnte die Räumung der Liebig 14 zwar nicht verhindert werden, so steht sie dennoch exemplarisch für den vielfältigen Widerstand gegen die Stadtentwicklung in Berlin. Eben diese Stadtentwicklung, die auch den Friedrichshainer Nordkiez angreift und zu einem weiteren Abklatsch der hippen Simon-Dach-Straße verkommen lassen will. Es zeigt sich die Fratze der Gentrifizierung bereits spürbar und es vergeht kein Tag ohne Luxussanierung, Aufwertung und der damit verbundenen systematischen Vertreibung von allen, die nicht ins hippe, reiche und neue Berlin passen und / oder nicht passen wollen. Hinzu kommen staatliche Massnahmen wie die Ausrufung bestimmter Stadtteile zu Gefahrengebieten, die auch als Ausdruck der Angst der Herrschenden vor Kontrollverlust zu verstehen sind.

Mediale Hetze und Extremismustheorien

Über Jahre hinweg wird ein komplettes Viertel unter Generalverdacht gestellt. Würde man der Berichterstattung von RBB, BZ und Tagesspiegel Glauben schenken, so entstände ein Bild von einem Viertel, in dem Mord und Totschlag an der Tagesordnung wären. Selbstdarsteller wie der SPD Innenpolitiker Tom Schreiber sind die treibenden Kräfte hinter dieser medialen Schmutzkampagne gegen alles, was den Extremist*innen der gesellschaftlichen Mitte nicht passt. Diese gesellschaftliche Mitte, die unter anderem zu den Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds schweigt und aus jeder brennenden Mülltonne einen Akt des Terrors macht. So wird die Rigaerstraße mal eben mit National Befreiten Zonen verglichen und der legitime Widerstand gegen Luxussanierungen und systematische Vetreibung mit dem faschistisch motivierten Brandanschlag auf die bezugsfertige Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz auf eine Stufe gestellt. Die Systematik dahinter: jeder Funke progressiven Widerstands, der sich gegen die herrschende Doktrin wendet, wird mit dem Treiben neonazistischer Mörderbanden gleichgesetzt. Was unter dem Strich dabei rauskommt: Alles Terror!

The Show must go on!

Für Menschen wie Frank Henkel, Tom Schreiber und Gunnar Schupelius ist der Nordkiez ein Ort welcher komplett befriedet bzw. ein Problem, was vollkommen beseitig werden soll. Für uns als Menschen, die hier leben, wohnen und arbeiten ist der Nordkiez vor allem eins: Ein widerständiger Ort mit einer langen Geschichte und den verschiedensten Lebensentwürfen, die auf Kollektivität und Solidarität basieren. Genau diese Lebensentwürfe gilt es zu verteidigen, denn das Leben, was wir hier im umkämpften Nordkiez führen ist (auch) Ausdruck unserer Leidenschaft zur Freiheit und der Versuch eines schöneren Lebens entgegegen dem des kapitalistischen Normalvollzugs. Daran wird weder die andauernde Hetzkampagne des neuen wanna-be Innensenators Tom Schreiber, noch das ausgerufene Gefahrengebiet und der damit verbundene Bullenterror etwas ändern!

Wie wir uns die Demo vorstellen: Wir wollen am 6.2. mit einer kraftvollen, lautstarken und entschlossenen Demo auf die Straße gehen, aber auch Anknüpfungspunkte für Menschen bieten, die sich nicht der „Szene“ zuordnen. Wir wollen nicht dieselben Fehler machen, die in den letzten Jahren bei Berliner Demos gemacht wurden. Damit meinen wir, dass es aus unserer Sicht wenig Sinn macht, einen verbalradikalen Aufruf nach dem anderen zu veröffentlichen und somit Sachen suggeriert werden, die real nicht umsetzbar sind. Dennoch wissen wir um den politischen Kompromiss , den wir mit einer angemeldeten Demo eingehen, der uns alles andere als leicht fiel. Aber auch wir müssen uns an den Situationen und Szenarien orientieren, die umsetzbar sind .

Die politischen Projekte des Friedrichshainer Nordkiezes rufen all diejenigen zur Solidarität auf, die den Nordkiez bunt, wild, laut, unbequem und widerständig erhalten wollen! Zusammen mit euch wollen wir in Zeiten der Aufwertung und Verdrängung für solidarische Kieze demonstrieren. Wir wollen die vielfältigen Kämpfe in Berlin, die um jeden Zentimeter geführt werden, als einen gemeinsamen Kampf verstehen. Sei es die Friedel 54, die gerade um ihren Kiezladen kämpft, die Liebig 34, deren Verträge Ende 2018 auslaufen, die Rigaer 94 , die sich mit einen neuen „Eigentümer“ auseinandersetzen muss, der Köpi Wagenlatz, der erneut versteigert , – oder das M99, das nach fast 30 Jahren dicht gemacht werden soll: Wir Bleiben Alle!

16:00 Uhr Auftaktkundgebung vor dem Wagenplatz Rummelplatz ( Gürtelstr. 26 )
17:00 Uhr ( pünktlich !!! ) Demo!



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Montag, 30. November 2015

Analyse des Gefahrengebiet „Rigaer“

Bereits seit Oktober fahren die Bullen rund um die Rigaer Straße ihre neue Einsatzstrategie. Grundlage dafür ist die Einstufung der Gegend als gefährlichen Ort.

Um diese Sonderzonen allgemein besser zu verstehen und mit ihnen umzugehen muss man die Ziele verstehen, die die Bullen mit ihnen bekanntermaßen [*] verfolgen.

- dieVerdrängung unerwünschter Personengruppen (TrinkerInnen, Jugendliche, DrogenkonsumentInnen, Prostituierten, Wohnungslose u.ä.m.) aus dem öffentlichen Raum
- Aufwertung bestimmter städtischer Orte
- das Aufspüren von Menschen ohne Papiere
- Eindämmung von Protest und Unruhe.

Grundsätzlich verändert sich für uns die rechtliche Situation in Gefahrengebieten nicht. Zwar wird oft behauptet, dass Bullen außerhalb des Gefahrengebiets nicht verdachtsunabhängig kontrollieren könnten. In der Praxis aber kann jedes einzelne Schwein jederzeit und an jedem Ort einen Grund erfinden, um eine Kontrolle durchzuführen. Und das wird auch so gemacht, wie wir alle wissen.

Änderung der Bullentaktik
In den letzten Jahren haben Bullen in dieser Gegend meist versucht, sich als die Opfer von Gewalt darzustellen. Sie haben versucht, sich als Bürger in Uniform zu präsentieren. Es sollte der Anwohnerschaft vermittelt werden, dass auch normale Menschen jederzeit Opfer der Angriffe werden könnten, die sich aber meistens gegen die Bullen direkt richteten. Als zum Beispiel an Sylvester Luxusbauten und Autos zerstört wurden und eine Streife angegriffen wurde, wurden als Reaktion Zettel plakatiert. Darin werden die gezielten Sachbeschädigungen gegen Gentrifizierer als sinnfreier Vandalismus dargestellt. Die gleichzeitige Nennung mit dem Angriff gegen die Steife soll vermitteln, dass Bürger und Beamter in einem Boot sitzen. Die normalen Anwohner_innen wissen jedoch, dass für sie keine Gefahr besteht. Im Gegenteil wird militanten Aktionsformen eine hohe Bedeutung gegen die Aufwertung beigemessen.

Daher wurde die Einsatztaktik der Bullen jetzt geändert. Durch willkürliche Maßnahmen, die wir gerade jeden Tag erleben, werden die Leute der Gegend unter Generalverdacht gestellt. Die Bullen treten derzeit als Besatzer auf. Die einzelnen Bullen verhalten sich gegenüber der Bevölkerung feindlich:

- willkürliche, teils sehr entwürdigende Kontrollen (Genitalien abtasten, öffentliches Entkleiden der Kontrollierten, stundenlanges festsetzen bei Minusgraden und Regen)
- aggressives, aufgeputschtes Auftreten der Beamt_innen
- Anleuchten und Blenden mit Taschenlampen von Passanten, Beobachter_innen und Häuserfronten
- massives und martialisches Auffahren
- unbegründete Verschleppung ohne Angabe des Zielortes
- Platzverweise bis zu 48 Stunden

Effekte
Dies ist in so fern als positiv zu werten, dass wir die staatliche Anerkennung ausgestellt bekommen, dass hier rebellische Verhaltensweisen nicht vereinzelt auftreten sondern im Kiez verankert sind. Wie sollte es auch anders sein nach 25 Jahren permanenter Bemühungen?
Wir müssen uns aber bewusst darüber sein, dass eine realistischere Einschätzung unserer Gegner auch zwangsläufig zur Effektivierung seiner Aktionen führen wird. So haben die massiven Kontrollen der Bullen konkrete Auswirkungen. Sie beeinflussen das Straßenleben und drängen es zeitweise zurück. Einschänkungen und Demütigungen können zudem bei Betroffenen zu Frustration oder Traumatisierung führen. Wenn nicht öffentlich immer wieder benannt wird, dass die Schuldigen dieser Peinigung die Bullen sind und nicht diejenigen, die aktiv Widerstand leisten, könnte ein Entsolidarisierungseffekt eintreten.
Ein Nebeneffekt der Massenkontrollen ist, dass die Bullen Informationen über die Bevölkerungsstruktur gewinnen und ihre Software mit persönlichen Informationen der Anwohner_innen füttern können. Für sie ist z.B. von Interesse, wer mit wem wohin unterwegs ist. Dieses Interesse wurde schon bei vielen Kontrollen durch die eingesetzten Schweine konkret geäußert. Zudem füllen die vielen Durchsuchungen mit Zufallsfunden unserer zahlreichen Waffen und Drogen die Kriminalitäts-Statistik über die Gegend. Dumme Politiker_innen werden dann bei der nächsten Präsentation der offiziellen Zahlen glauben, hier wäre der größte Drogenumschlagplatz Berlins.

Einschätzung nach Lagesondierung
Bisher gehen die Leute in der Gegend mit den Bullen gut um. Für die Einsatzleitung der Schweine ist es schwierig, Reaktionen auf ihre Aktionen vorherzusagen. Das ist wichtig. Langfristige Perspektiven fehlen ihnen, der gesamte Einsatz kommt aus der Not eines Hardliners, der vor seiner Ernennung zum Innensenator große Töne gespuckt hat und sich längst zum gespött gemacht hat.
Nun, er und seine Schergen haben die Eskalation gewählt und falls sie zurück zur Normalität wollen, liegt ein langer steiniger Weg vor ihnen. Wir Anwohner_innen müssen uns noch entscheiden, was wir eigentlich wollen. Aber diese Entscheidung müssen wir wohl bedacht fällen und sollten uns nicht von der Hektik der Schweine anstecken lassen.

[*] vgl. Ullrich, P.; Tullney, M.: Die Konstruktion ‚gefährlicher Orte‘. Eine Problematisierung mit Beispielen aus Berlin und Leipzig, in: sozialraum.de 2012, Ausg. 2; http://ift.tt/1lpCB9Y

Diskussion zum Text unter http://ift.tt/1YBxUbH



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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Herbstdefensive für die AfD!


Bunter Wind in Lichtenberg gegen den AfD-Kreisverband des Nachbarbezirks

Die erste AfD-Demonstration am 24.10 war eine klare Niederlage für die Rassist*innen. Es kamen nur 200 Leute und die Demonstration wurde vom größeren Gegenprotest übertönt. Die AfD beschwert sich nun in weinerlichem Ton darüber, dass Kneipen sie vor die Tür setzen und sie immer mehr Gegenwind bekommen. Die AfD findet sich innerhalb kürzester Zeit in der Defensive, die „Wir sind das Volk“-Stimmung ist verflogen. Daran wollen wir anknüpfen. Die nächste AfD-Demonstration am 31.10 ist ein Zwischenschritt auf dem Weg zu ihrem bundesweiten Aufmarsch am 7. November. Wir werden auch diese AfD-Demonstration stören und den Rassist*innen deutlich zeigen, dass sie nicht willkommen sind.

Gegendemo // 31.10 // 15:00 // Karl-Liebknecht-Straße Ecke Spandauer Straße (Alexanderplatz), Neptunbrunnen

Am 7.11. wollen sie dann ihre „Großdemo“ in Berlin veranstalten. Achtet auf Ankündingungen auf antifa-berlin.info



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Mittwoch, 29. Juli 2015

Bärgida in Friedrichshain

Der 30. „Abendspaziergang“ des PEGIDA-Ablegers „Bärgida“ ging nach sieben Monaten in Mitte nun auch mal nach Friedrichshain. Treffpunkt war ursprünglich der Hauptbahnhof. Dort stand man knapp 50 GegendemontrantInnen gegenüber.
Nach kurzem Auftakt ging es ohne größere Probleme unter Polizeischutz mit der SBahn zum Alexanderplatz, wo sich die rund 100 Bärgida-Anhänger am Haus des Lehrers versammelten. Nach etwas Gewarte ging es dann direkt die Stalin-Allee runter bis zur Gedenktafel des 17. Juni an der Weberwiese. Dort durften nochmal Reden gehalten und am Ende das Deutschlandlied intoniert werden. Weitere Gegendemos wurden nicht zugelassen, Protestierer am Rand wurden abgedrängt oder gleich festgenommen.

Inhaltlich gab Bärgida das gleiche Bild ab wie sonst auch: Salafisten, Asylbewerberleistungsgesetz, Linke Gewalt. Neu waren die Sprechchöre der Identitären, die mit „Stoppt den großen Austausch“ an ihre Minibesetzung des SPD-Balkons vor ein paar Tagen erinnerten. Ortsbezogen wurde an den 17. Juni 1953 (ArbeiterInnen-Aufstand in der DDR) erinnert, der in den letzten Jahren auch für die NPD und Pro Deutschland Anlass war aufzumarschieren. Irgendwie versuchen sie sich und ihren ultrakonformistischen „Widerstand“ in diese Tradition zu stellen. Dazu passt, dass Pro Deutschland Gründer Manfred Roughs diesmal wieder am Fronttranspi stand (nicht im Bild).
Ansonsten wie immer ein Fahnenmeer, wovon die deutsche Nationalfahne, die einzige mit Wiedererkennungswert sein dürfte (die Genossen von nobergida haben glücklicherweise eine Übersicht über die verwendeten Symbole erstellt: http://ift.tt/1Shdjtu). Dass ein Bärgida-Pärchen nach der Demo noch Streit im Nordkiez suchte, und die Kräfteverhältnisse falsch einschätzte, ist eigentlich nur eine Randbemerkung – aber da muss man auch einfach mal Danke sagen!
Fazit: Die Berliner Polizei ist Bärgida. Das Hoffieren dieser absurden Mischung aus rechten Hools, NPD/AfD/ProD, Verschwöhrungsliebhabern und Neokonservativen, kann nur als Symphatie gewertet werden. Dass sich kein nennenswerter Protest mehr regt, mag an der schrumpfenden Teilnehmerzahl der Aufmärsch liegen. Aber, dass mit voller Überzeugung, Woche für Woche, das Lebens- und Selbstbestimmungsrecht vieler BerlinerInnen in Frage gestellt wird, sollte aus Prinzip nicht mehr hingenommen werden.

Nächste NoBärgida-Aktionen: http://ift.tt/1fI898i



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Dienstag, 7. Juli 2015

Montag – 25 Jh. Selbstorganisation und Widerstand

Die Häuser des Samariterviertels und die Liebigstraße 34 feiern diese Woche ihr 25 jähriges Bestehen mit einem fulminaten Straßenfest, daß unter dem alternativen Namen „Lange Woche der Rigaerstraße“ bekannt ist. Hier nun eine kurze Zusammenfassung von den Vor- und Geschehnissen vom Montag, dem 06. Juli 2015.

Am vorangehenden Wochenende gab es in einem Neubau in der Rigaerstraße einen Brand, der ohne weitere Schäden gelöscht wurden konnte. [1, 2, 3, 4, 5, aM. 6, 7] Was die @FeldmannSteve selbst bezeichnend Gewerkschaft der Polizei Abteilung Berlin Direktion 4, liebe voll bei Twitter mit der Abkürzung „TSch/StZe“ erörtert, schreibt dazu:

Linksextremisten starteten mit ihrer geplanten Ego-Woche, um Angst zu verbreiten. #Friedrichshain @BZ_NachtFloh [8]

Andere begrüßten die Woche freudiger:

@friedrichshainerin

Lange Woche der #Rigaer in #Friedrichshain startet ab 15 Uhr Infoladen „Daneben“ Liebigstraße http://ift.tt/1HKHYbV

[ 9]
@fluxusx

Deko für das heute begonnene #Rigaerstraßenfest ;-) (Foto via @Enigma424) #fhain #nordkiez #rigaer #squattheworld

[ 10]

Und dekoriert wurde auch noch fleißig. Am Dorfplatz wurden die Transparente nach dem Sommergewitter wieder angebracht, während der Infoladen schon seine Tür für die Sozialberatung geöffnet hatte. Den Hilfegesuchen konnte nachgekommen werden. In der Zwischenzeit kamen mehr und mehr Teilhaber*innen zur Kreuzung Rigaer Ecke Liebig. Der Demosanitätsworkshop erfreut sich auch über rege Beteiligung.

Unsere Infoveranstaltung in der Ka(d)terschmiede mit der Buchvorstellung „Antifa heißt Angriff! – militanter antifaschismus in den 80er-Jahren“ von Horst Schöpper war rappelvoll. Ein Photo vom Infostand gibt es leider nicht. Doch wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich gerne bei uns das Buch erwerben.


ISBN 978-3-89771-823-4
Erscheinungsdatum: März 2015
Seiten: 264
Reihe: reihe antifaschistischer texte Band: 25
Ausstattung: softcover

Das Programm hörte hier nicht auf. Am Dorfplatz gab es Vokü, Mukke und später Film, bei guter Laune und sommerlichsten Temperaturen. Das fasst die @rigaer94 wie folgt zusammen:

Die Lange Woche der Rigaer Straße beginnt. Den Veranstaltungsplan findet ihr auf http://ift.tt/1Mbc2x4 . Kommt einfach vorbei!

21:51

#Dorfplatz gut gefüllt! Gute Laune allerseits! #Bullen sind mit mehreren Wannen im Kiez unterwegs #Rigaerstraße #ACAB #Rigaerstraßenfest

22:33

Die Spinnen: #Polizei hat sich behelmt um den #Dorfplatz aufgebaut. Dort wird an der Hauswand Film geguckt. #Rigaerstraße #Rigaerstraßenfest

00:10

Alles entspannt jetzt in #Fhain. Das Programm ist zu Ende heute. Das #Rigaerstraßenfest geht ja auch noch 6 Tage. Die Tage werden spannend!

01:38

Der Verfasser, get together – die projekte des „rigaerkiez“, zog ein ähnliches Bild und empfindet auch Anspannungen:

Die so inszinierte [polizeiliche Präsenz] Spannung erzeugt eine Stimmung, bei der sich Menschen bedroht fühlen können. Gestern Abend blieb es dennoch entspannt auf der Straße. Wie die nächsten Tage aussehen wird die Polizei mitentscheiden. Für den Fall, dass die Polizei noch mehr Einschüchterungsversuche betreibt wird sich das Straßenfest vorbehalten, adäquat zu reagieren. Verfolgt die Medien, nehmt am Programm teil und lasst euch nicht beeinträchtigen. Der Kiez gehört uns allen!

[ 11]

Wir werden weiterhin versuchen, die Ereignisse und Berichte zu verfolgen.
#infoladen_daneben



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Donnerstag, 2. Juli 2015

Die lange Woche der Rigaer Straße vom 06.-12.07.15


Programm

bis 9. Juli
Ab Nachmittags gibt es Workshops, gemeinsames Essen, Filme und Abendprogramm etc.
Umsonstflohmarkt, Siebdruckstand und gemeinsames Essen auf der Straße – Für eine widerständige und solidarische Nachbarschaft!

bis 12. Juli
Volles Programm in und um die Projekte mit Infoständen, Workshops, Film, Konzerten, Straßenmusik, Diskussion und vieles mehr.

Montag

15.00 Infoladen Daneben
Sozialberatung Friedrichshain ist vor Ort

17.30-19.30 Abstand (rain) / Forcki (no rain)
First aid on demonstrations – Basics Workshop

18.00 Kadterschmiede
“Antifa heißt Angriff. Militanter Antifaschismus in den 80er Jahren” – Buchpräsentation und Diskussion mit Horst Schöppner

20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr. (Dorfplatz)
Vegane Küfa (Küche für alle)

22.00-00.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr. (Dorfplatz)
Filmfest – Anti-Prison / Repression & Prisoner Solidarity Film Night

Dienstag

16.30-18.00 Convoi Wagenplatz
Workshop – Self defense (Modern Arnis) – Part 1. disarming technics (language: german and english)

17.00 – late Kadterschmiede
Filmfest – Anti-Gentrification and Squatting Film Night

18.00 Fischladen
“Was tun wenn die Polizei vor der Tür steht?” – Vortrag mit Rechtsanwalt

18.00-22.00 vorm Abstand
Workshop – Verlängerungsarm für Sprühdosen bauen

19.00 Kadterschmiede
Info event – Anti-Gentrification and Squatting

20.00 Abstand
Vegane Küfa (Küche für alle): Vöner

20.00-21.30 Abstand
Infoabend und Diskussion – “Hilfe für Rojava”

Mittwoch

17.00-20.00 Abstand (rain) / Forcki (no rain)
Workshop – First Aid on Demonstrations (Advanced)

17.00-22.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Umsonstflohmarkt – Alles für alle und zwar umsonst! Macht mit, kommt vorbei, bringt eure Sachen!

17.00-20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Collective Critical Mapping – Another map from the Nordkiez. Bring your own stories! Reclaim your city! Einladung Kollektives Kritisches Kartieren (deutsch)

17.00- open end Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Siebdruckstand

17.00 – open end Xb-liebig
open bar – ab 20.00 Punkbar

18.00 Kadterschmiede
Discussion – Part 1: Deconstructing clichés on Palestine/Israel. Part II: Gaza. Stories of people, stories of struggle. 45minutes each part

18.00 Fischladen
Filmfest – Police Violence / Repression / Squatting: Die Räumung der Mainzer Straße

20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Vegan BBQ

21.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Konzert – Dampf in allen Gassen (Nordkiez Patchworkpunk)

21.00 Fischladen
Filmfest – Police Violence / Repression / Squatting: La Ciutat Morta (Dead City). 4F case from Barcelona (2014), 2:07 Min.

Donnerstag

16.30-18.00 Convoi Wagenplatz
Workshop – Self Defense (Modern Arnis). Part 2 release technics (language: german and english)

18.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Skatejam (just for fun, no competition)

18.00-20.00 Xb-Liebig
Workshop – Beating those borders. Zur europäischen Außengrenze

18.00 Kadterschmiede
Filmfest – FLTIQ* only

18.00 Hof Rigaer94
Zwillen selber bauen gegen Spende für Materialkosten

18.00 Sama-Keller
Filmfest – Gender & Sexuality / Queer & Feminist Films (open to everyone)

19.00 Fischladen
Infoveranstaltung und Diskussion – Besetzung und Widerstand gegen Braunkohletagebau im Hambacher Forst und zum Klimacamp im Rheinland

20.00 Abstand
Vegane Küfa – Burritos

20.00 Abstand
Konzert – “Nowhiterag” (DIY Protest Punkrockers aus Italien http://ift.tt/1Nz9lGy)

21.00 Fischladen
Filmfest – Activism Worldwide: Breaking the Spell – Anarchists, Eugene and the WTO

22.30 Fischladen
Filmfest – Activism Worldwide: Reclaim The Streets – The Film (reloaded)

Freitag

16.00-19.00 Abstand (rain) / Forcki (no rain)
Workshop – First Aid on Demonstrations (Basics)

16.00 place to be announced
Filmfest – Against oppressive political structures / Anti-authoritarian / Direct Action & global struggle

17.00-20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Workshop – How to make your own stencil

18.00-20.00 Hof Rigaer94
Geschichten aus der 94 mit einer, die das Haus besetzt hat und einem weiteren Urgestein.

18.30 Fischladen
Filmfest – The Real History of Witches and Witchcraft

19.00 place to be announced
Workshop – We are born Masturbaters – Wir kommen alle. In dem theoretischen Workshop wollen wir uns zu Stigmatierung von Masturbation austauschen. Offen für alle Geschlechter*

20.00 – open end Kadterschmiede
Punkbar

21.00 Abstand
Konzert – Fleshbug Records presents: “Heksenhamer”, “Eke Buba”, “Back Flipping Dog”

21.00 Fischladen
Filmfest – Feminism: Mutantes (Punk Porn Feminism)

22.00 – open end Xb-liebig
Open bar with Krachkid & Ravel (weird beats and dissonances)

Sonnabend

ab 12.00 vor den Projekten und auf der Straße

Infostände und Austausch
ill-will-editions (distro / zine stand)
Schule für Erwachsenenbildung (SFE)
Zwangsräumungen verhindern
Kiralina (Anti-Prison: http://ift.tt/1Ucur1T)
Vio.Me Berlin Soligruppe. Infomaterial und Reinigungsmittel
Zine corner
L34 Anti-Repression stand with soli-patches
Solistand zu einer Kleingartenbesetzung in Warschau
come and make your own stand!

12.00-16.00 Kinderladen
Kidsspace – Kinderbetreuung

12.00-20.00 vor der Rigaer94
Infostand – Hardcore-Survival im Gefängnis – Tipps und Tricks für die Ausbrecher_in von morgen. Von einem ehemaligen Langzeitgefangenen.

15.00-20.00 vor der Rigaer78
Rätselspaziergang / riddle hunt. Mit anschließender Preisverleihung und Auflösung.

17.00-19.00 Kadterschmiede / Garten Rigaer94
Theater – “Where are you going? / Wohin gehst du?” von der Gruppe “Wir sind hier!” zum Thema Besitz bzw. Nicht-Besitz von Dokumenten (multilingual with translation to german and english)

18.00 Fischladen
Filmfest – Environment Food: The World Is Not For Sale: farmers against junk food

19.00 Fischladen
Filmfest – Environment / Food: A Burning Rage About ALF & ELF

19.00-22.00 Xb-liebig / Hof Liebig34
Konzert – Experimental music Madame Giullottin ( heavy psych doom), Teresa Riemann ( a one woman piece), Mechanical Vision ( experimental noisy funky), Purgis ( drone,doom)

21.00 Fischladen
Filmfest – Food matters

22.00-02.00 Xb-liebig
Open Bar with Broken Stiessbein (ebm)

— Open Bars everywhere —

Sonntag

12.00-16.00 Kinderladen
Kidsspace – Kinderbetreuung

12.00 Hof Rigaer94
Workshop – Build your own booster bag. We will build a shoplifting-bag that can jam the anti-theft doors. Bring prototype bag, alu foil (80m for one bag), glue and plastic foil for you and the others. (English/German/French/Spanish)

13.00 Kadterschmiede
Filmfest – POC power, antifascist and antiracist, refugee struggle

14.00 Hof Liebig34
Workshop- Bikesexual: vegan DIY Sexspielzeuge aus kaputten Fahrradteilen(http://ift.tt/1tOkIPw)

16.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Alleycat

18.00 Fischladen
Filmfest – Racism: White Privilege, Racism, White Denial – The Cost of Inequality

19.00 Fischladen
Filmfest – Racism: Whitewashed. Unmasking the World of Whiteness

21.00 Fischladen
Filmfest – Racism: AFRO-PUNK The Movie



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Dienstag, 26. Mai 2015

Neue Bücher

Widerstand und gelebte Utopien
Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan

Das Buch “Widerstand und gelebte Utopien” basiert auf Interviews, die im Jahre 2010 mit Guerillakämpferinnen und anderen aktiven Frauen der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung durchgeführt wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, die sowohl vom Aufbau einer alternativen Gesellschaft als auch vom Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten geprägt ist.
Es ist ein erstes umfassendes Buch in deutscher Sprache über die Frauenbewegung in Kurdistan, über die Entwicklungen und neuen
Perspektiven des kurdischen Befreiungskampfes aus der Sicht der Frauenbewegung. Einführend beschreibt das Buch die Geschichte und Frauenbefreiungsideologie sowie das Paradigma der kurdischen Bewegung für einen Demokratischen Konföderalismus und für den Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft.

Buchbeschreibung:
http://ift.tt/1Kl2bnv

Frauen in der kurdischen Guerilla
Motivation, Identität und Geschlechterverhältnis in der Frauenarmee der PKK

von Anja Flach

Die ArbeiterInnenpartei Kurdistans PKK wird in Europa sehr kontrovers diskutiert. Wenig Beachtung fand bisher dagegen die kurdische Frauenarmee, die Mitte der 90er Jahre gegründet wurde. Tausende Frauen schlossen sich in der Folge der Aufstände und der Repression durch den türkischen Staat den Guerillakräften an. Zunehmend setzte sich die kurdische Bewegung mit der Geschlechterfrage auseinander. Aus der Sicht der feministischen Ethnologie untersucht Anja Flach vor allem die Motivation und Identität der Kämpferinnen sowie die Geschlechterrollen und Gender-Beziehungen innerhalb der kurdischen Guerilla und deren Auswirkungen auf die Situation der Frauen in der traditionell geprägten kurdischen Gesellschaft.

Revolution in Rojava
Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo

von Anja Flach, Ercan Ayboga, Michael Knapp

Revolution in Rojava steht für ein einmaliges basisdemokratisches, geschlechterbefreites und ökologisches Projekt im Westen Kurdistans.

Am 19. Juli 2012 begann in Kobanî die Revolution von Rojava. Unter der Initiative des Volksrats Westkurdistan (MGRK) vertrieb die Bevölkerung das syrische Baath-Regime weitgehend unblutig. Während der Rest von Syrien zunehmend im Bürgerkrieg versank, schlug Rojava einen dritten Weg jenseits des Baath-Regimes und der vom Westen, der Türkei und den Golfstaaten protegierten Opposition ein.

Damit wurde die kurdische Freiheitsbewegung vor die Herausforderung gestellt, ein im Mittleren Osten einmaliges basisdemokratisches, geschlechterbefreites und ökologisches Projekt aufzubauen. Durch die »Demokratische Autonomie« wurde der Staat überflüssig und jeglicher Form von Nationalismus eine Absage erteilt. Seither organisiert sich die Bevölkerung durch ein Rätesystem selbst. Das Projekt wird durch reaktionäre Kräfte wie die Terrororganisation Islamischer Staat bedroht.

Wie wird dieser Umbruch angesichts einer von 60 Jahren Diktatur geprägten Bevölkerung, eines Embargos durch die Türkei und eines sich verschärfenden Krieges realisiert? Wie werden die im Gesellschaftsvertrag von Rojava formulierten Grundsätze der Geschlechterbefreiung und Partizipation aller ethnischen, religiösen u.a. Identitäten tatsächlich umgesetzt? Wie schlagen sich diese Ansätze in der Ökonomie, Ökologie und Bildung nieder? Bietet dieses Projekt Perspektiven für eine Lösung der Probleme des Mittleren Ostens?

Das Buch ist auch als PDF erhältlich: http://ift.tt/1JUKeht


Reclaim your City

Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins

von Tobias Morawski, Hg. v. Pappsatt-Medien-Kollektiv

Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist.

»Reclaim Your City« gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich demgegenüber mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt reklamieren. Mittel der Gegenwehr sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erklärt die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren.

Anhand des konkreten Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar.

Trotz des Fokus auf Berlin bietet das Buch einen allgemein übertragbaren Überblick auf städtische Proteste weltweit. »Reclaim Your City« schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.

Ihr Partisanen, nehmt mich mit Euch!
Ein Bericht aus der Resistenza
von Giacomo Notari

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhob sich in Italien eine große Zahl von Menschen gegen die deutsche Besatzung und das faschistische Regime. Sie standen vor der Frage: Sollten sie sich den Truppen Mussolinis zur Verfügung stellen oder gegen Krieg und Unterdrückung aufstehen? Vor diese Alternative gestellt, schloss sich im Mai 1944 auch der damals 17-jährige Giacomo Notari aus einem Bergdorf des nördlichen Apennin unter dem Decknamen »Willi« der Resistenza an. Als Partisan in einer Garibaldi-Brigade leistete er seinen Beitrag zur Befreiung Italiens. Nach dem Krieg hieß es für ihn und viele andere, politische, kulturelle und ganz praktische Aufbauarbeit zu leisten und antifaschistische Werte auch mehr als 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zu wahren. Auch dies ist in seinen erstmals auf Deutsch veröffentlichten Memoiren dokumentiert.

Der NSU-VS Komplex
Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund – wo hört der Staat auf?

von Wolf Wetzel

13 Jahre blieb der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) unentdeckt. Zehn Morde wurden begangen, zehn Mal verschoben die Behörden verschiedener Bundesländer die Mordhintergründe ins ›ausländische Milieu‹. Zehn Mal will man keine ›heiße Spur‹ gehabt haben. Dennoch legte man alle zehn Morde in die Blutspur des ›organisierten Verbrechens‹.
Nachdem die Existenz des NSU nicht mehr zu leugnen war, reihte sich eine Panne an die andere. Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en, sondern der gemeinsame Wille, unter allen Umständen zu verhindern, dass etwas ans Licht kommt, was den bisherigen Erklärungen widersprechen würde.
Ab wie vielen Pannen muss man von einem System sprechen?
Wenn über zwei Dutzend V-Männer hervorragende Kontakte zur neonazistischen Organisation ›Thüringer Heimatschutz‹ und zu den späteren Mitgliedern des NSU hatten, waren staatliche Stellen nicht etwa auf dem ›rechten Auge blind‹, sondern ließen sehenden Auges zu, dass über sieben Jahre hinweg zehn Morde begangen werden konnten.
Eine Spurensuche.



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Montag, 16. März 2015

Reader gegen das „Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“

Auf 44 Seiten werden die wichtigsten Informationen und Hintergründe zur aktuellen Asylrechtsverschärfung dargelegt. Aufrufe, Parlamentsdokumente, Stellungnahmen, Aktionsberichte, Artikel und Materialien zur erneuten Verschärfung des Asylrechts…



Der kopierte Reader ist natürlich im Infoladen Daneben, Liebigstraße 34, 10247 Berlin zu den Öffnungszeiten erhältlich.


Download unter: archive.org (PDF 10,7mb)


Aus dem Inhalt:


1. Aufrufe

- Die Verlierer der Großen Koalition sind immer die Flüchtlinge und Migrant_innen! Karawane München

- Flucht ist kein Verbrechen – neuen Gesetzentwurf stoppen! AG Flucht ist kein Verbrechen Bremen

- #nopegida muss mehr heißen als ‚Refugees Welcome‘! Indymedia

- Stoppt die Verschärfung des Asylrechts, Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg


2. Parlamentsdoku

- Vorblatt zum Gesetzentwurf, Bundesregierung

- Stellungnahme des Bundesrats

- Bundestagsdebatte, Thomas de Maizière (CDU), Ulla Jelpke (Linke), Rüdiger Veit (SPD)

- Erläuterungen zum Gesetzentwurf , migrationsgesetze.info


3. Stellungnahmen

- Presseerklärung von proasyl

- Komitee für Grundrechte und Demokratie

- Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

- Das Aufenthaltsbeendigungsrecht verstößt gegen EU-Recht, Ska Keller, MDEP Grüne


4. Aktionen


5. Beiträge

- Das deutsche Asylsystem spaltet Flüchtlinge und MigrantInnen, Women in Exile and Friends

- Noch einmal gut gegangen? Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg

- Wie in den 90ern…, Gruppe Fels

- Abschiebehaft bleibt aktuell, Ini gegen Abschiebehaft zum Abschiebeknast Grünau

- Zum Gerede vom „Asymissbrauch“, Frankfurt/Oder


6. Veranstaltungsberichte

- In der Geiselhaft der Staatsräson. Perspektiven Langzeitgeduldeter

- Geschichte und Aktualität der Kämpfe gegen Abschiebehaft, Antifa Friedrichshain


7. Artikel

- Deutsche Willkommenskultur, Jungle World, 22.5.2014

- Wenn sich die Bedingungen der Flucht in Haft- und Abschiebegründe verwandeln, Wolf Wetzel 12/2014

- Abschiebehaft Reloaded, Antifa Infoblatt 3/2014

- Historie: Das deutsche Asylgesetz, Antirassistisches Netzwerk Sachsen-Anhalt

- Aschiebeknast Büren revisited, ZAG Nr. 68, 2015

- Vom Schützen und Nützen, Hinterland Nr. 25/2014

- Mythos Armutsmigration, Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz

- Das Recht ist ein vertracktes Ding, Fantomas Nr. 13/2008

- Was ist linke Migrationspolitik? Luxemburg 03/2014

- Ein Europa ohne Humanität ist kein Europa, Niemand flieht ohne Grund, Böll 03/2014






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Montag, 8. Dezember 2014

Frank dreht durch: Neue „Linksextremismus“-Broschüre

Innensenator Frank Henkel (CDU) hat als Schwerpunkt der Behörden die Bekämpfung des Linksradikalismus ausgegeben – der Verfassungsschutz flankiert das mit Veranstaltungen und Texten.

Wer icht über Henkels-Server downloaden will, kann die Broschüre über diesen alternativen Download-Link beziehen: http://ift.tt/1G95ue7




Henkels Kreistheorie: „Antifa“ hat natürlich den größten…


Rechtsextreme demonstrieren täglich gegen Flüchtlingsunterkünfte. Im Umfeld der Aufmärsche gibt es fremdenfeindliche Anschläge. Zugleich sammeln Sympathisanten und Anhänger des Islamischen Staates Geld und Ausrüstung. Viel zu tun für den Verfassungsschutz, diese Phänomene zu beobachten, möchte man meinen. Doch der diesjährige Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit lautet: »Linksextremismus«. Zu diesem Thema veröffentlicht der Nachrichtendienst Publikationen und er organisiert einen Kongress, der am 17. Dezember im Technikmuseum stattfinden soll. Am vergangenen Freitag erschien in diesem Zusammenhang erstmals eine Informationsbroschüre zum »Linksextremismus«.

Der politisch verantwortliche Innensenator Frank Henkel (CDU), der den Kampf gegen Linksradikale in Berlin zum Schwerpunkt erklärt hat, sieht in der Schrift »eine sehr gute Informationsgrundlage«. »Besonders in diesem Extremismusfeld ist es wichtig, die unterschiedlichen Strömungen und Hintergründe, sowie historischen Wurzeln zu kennen«, sagt Henkel. Der Innensenator fordert: »Wir brauchen in dieser Stadt viel stärker als bislang ein Klima der Ächtung jeglicher Gewalt.« Dafür sollten alle politisch Verantwortlichen ein Zeichen setzen. »Anschläge – sei es auf Wohnprojekte, Baustellen oder Kraftfahrzeuge sind kriminell und kein Ausdruck politischen Handelns«, betont Henkel. Die von der Polizei registrierten »Politisch links motivierten Gewalttaten« nahmen von 209 (2012) auf 276 (2013) zu.

In der 68-seitigen Broschüre des Verfassungsschutzes geht es allerdings eher am Rande um Militanz und gewalttätige Aktionen. Zur aktuellen Lage kommen die Autoren des Textes überhaupt erst im letzten Drittel der Schrift. Bis dahin geht es vornehmlich um die Geschichte der linken Bewegung an sich: Von den Ursprüngen der Französischen Revolution über die marxistische Theorie bis hin zur Ausbildung kommunistischer und anarchistischer Gruppierungen und Parteien. Weiter gehts auf Schmalspurniveau über »Leninismus«, »Stalinismus«, »Trotzkismus«, »Maoismus«, »Außerparlamentarische Opposition«, »DKP«, »K-Gruppen«, »RAF«, »Autonome«, bis hin zu »Hausbesetzern« – also alles was irgendwie rot war.

Doch was hat das alles mit dem Jahr 2014 und dem gesetzlichen Auftrag des Verfassungsschutzes zu tun, Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beobachten? Immerhin sind K-Gruppen längst genauso Geschichte wie die »Rote Armee Fraktion«. Das räumt indes auch der Nachrichtendienst ein: »Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung geht in Berlin nicht von orthodox-kommunistischen Parteien und Organisationen aus, sondern von undogmatischen militanten Linksextremisten.« Aus Sicht der Schlapphüte sind das entweder »traditionelle Autonome mit ihren martialischen ›Schwarzen Blöcken‹« sowie – immer häufiger – »so genannte Postautonome«. Die wirken »vordergründig ziviler« und »moderat« – wirken jedoch »im Hintergrund als Anstoßgeber«.

Das führt zur Krücke, aus der der Verfassungsschutz die Legitimation seiner Beobachtungen ableitet: »Mehr noch als in der Anwendung von Gewalt liegt die eigentliche Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung darin, dass es einem modernisierten Linksextremismus gelingt, objektive soziale Problemlagen zu instrumentalisieren und legitimen gesellschaftlichen Protest damit letztlich zu diskreditieren.« Verkürzt heißt das, der Nachrichtendienst sieht bei Protesten gegen Rechtsextreme, Gentrifizierung oder für Flüchtlinge linksradikale Strippenzieher am Werk. Wie fragwürdig diese Sichtweise ist, zeigt schon das Beispiel Oranienplatz. Auch hier soll es »Linksextremisten« gelungen sein, die »Anliegen der Flüchtlinge sukzessive zu vereinnahmen« – als wenn die selbstbewussten Flüchtlinge sich so etwas gefallen lassen hätten.

Die Schlussfolgerung aus der Ausrichtung des Verfassungsschutzes wiegt derweil schwer: Denn ins Blickfeld geraten jetzt vermehrt wohl auch solche, denen »man ihr ›Autonom-Sein‹« nicht ansieht. Dass hierbei berechtigter gesellschaftlicher Protest ausgespäht wird, weist der Verfassungsschutz empört zurück. »Sehr präzise« werden »extremistische« und »nicht-extremistische Akteure« auseinandergehalten. Ob das in der Praxis so sauber geht? Daran hat der Verfassungsschutz offenbar selbst Zweifel: »Der Grat zwischen legitimen gesellschaftlichen Protest und dem militanten Kampf gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung ist an einigen Stellen sehr schmal«, heißt es in der Broschüre, die auf der Homepage des Verfassungsschutzes heruntergeladen werden kann.






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Montag, 15. September 2014

Doku zur Gürtelstraße vom Vice Mag


Während die Berliner Flüchtlinge ein Dach in der Gürtelstraße besetzen und von der Politik wortwörtlich ausgehungert werden, feiert die CDU ein paar hundert Meter entfernt ganz christlich ein Fest mit Bratwürsten und Kinderspielen. Die Farce geht weiter.






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Freitag, 25. April 2014

Die visuelle Kommunikation der AfD durcheinanderbringen

Die Plakate der „Alternative für Deutschland“ sind nicht nur hohl – sie verschleiern auch das eigentliche Programm der Partei. Dies ist in Teilen rechtsliberal, sozialchauvinistisch, rassistisch, antifeministisch, homophob und rechtspopulistisch. Macht mit beim kreativen Adbusting!

Die besten Plakate werden gedruckt und kurz vor der Europa-Wahl der Weltöffentlichkeit präsentiert.


Das Urteil von designtagebuch.de ist eindeutig: Die Gestaltung der AfD-Plakate ist „konzept- und hilflos“. Wahrscheinlich weil die Partei selbst nur selten über verkürzte Thesen und populistische Forderungen hinausgeht.

Zu diffus sind die internen Widersprüche der Parteiführung zwischen nationalen Konservativen mit rechten Argumenationsmustern und kosmopolitischen Ökonomen, die den Sozialstaat zugunsten des Marktes wegrationalisieren wollen.

Gleichwohl erfreut sich die AfD großer Beliebtheit gerade in den Schichten der Bevölkerung, die von den sozialen Reformvorhaben der AfD negativ betroffen sein werden.

In der Hoffnung, dass alles nur ein großes Missverständnis ist, sollten die Wahlplakate der AfD gefälligst so gestaltet sein, dass die Wähler*innen auch wissen was sie da wählen. Wir rufen deshalb zu einem Plakatwettbewerb auf, der die eigentlichen Forderungen und Hintergründe dieser Lobby-Partei des Bürgertum, visuell darstellt.

Die besten Plakate werden kurz vor der Wahl öffentlichkeitswirksam vorgestellt.


>>> no-afd.tumblr.com






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Die viduslle Kommunikation der AfD durcheinanderbringen

Die Plakate der „Alternative für Deutschland“ sind nicht nur hohl – sie verschleiern auch das eigentliche Programm der Partei. Dies ist in Teilen rechtsliberal, sozialchauvinistisch, rassistisch, antifeministisch, homophob und rechtspopulistisch. Macht mit beim kreativen Adbusting!

Die besten Plakate werden gedruckt und kurz vor der Europa-Wahl der Weltöffentlichkeit präsentiert.


Das Urteil von designtagebuch.de ist eindeutig: Die Gestaltung der AfD-Plakate ist „konzept- und hilflos“. Wahrscheinlich weil die Partei selbst nur selten über verkürzte Thesen und populistische Forderungen hinausgeht.

Zu diffus sind die internen Widersprüche der Parteiführung zwischen nationalen Konservativen mit rechten Argumenationsmustern und kosmopolitischen Ökonomen, die den Sozialstaat zugunsten des Marktes wegrationalisieren wollen.

Gleichwohl erfreut sich die AfD großer Beliebtheit gerade in den Schichten der Bevölkerung, die von den sozialen Reformvorhaben der AfD negativ betroffen sein werden.

In der Hoffnung, dass alles nur ein großes Missverständnis ist, sollten die Wahlplakate der AfD gefälligst so gestaltet sein, dass die Wähler*innen auch wissen was sie da wählen. Wir rufen deshalb zu einem Plakatwettbewerb auf, der die eigentlichen Forderungen und Hintergründe dieser Lobby-Partei des Bürgertum, visuell darstellt.

Die besten Plakate werden kurz vor der Wahl öffentlichkeitswirksam vorgestellt.


>>> no-afd.tumblr.com






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Sonntag, 12. Januar 2014

Infoladen Soliparty, 8.2.2014, Supamolly

Samstag, 08.02.2014

Supamolly (Jessnerstraße 41, Friedrichshain)


Soliparty für den Infoladen Daneben

Den Infoladen (Liebigstr. 34) gibt es seit 1991. Seit 2009 zahlen wir Miete. Sorgt dafür dass es uns weiterhin gibt. We need your money to spread information!


LiveBands:

Klangrainer [Folkrock-Ska, Offbeat Polka > www.klangrainer.de]

The LaZies [Punk Garage > soundcloud.com/lazies]


Djanes (infoladen residents)

rab/i/ossa [hiphop-grime]

Testrock & Schürze [Oldschool, Elektro-Clash],

DJ K.Atze [Pop,Trash,Querbeet]







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